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G-BA schreibt Studie zur Amyloid-PET bei Demenz aus

Der Gemeinsame Bundesausschuss G-BA hat eine klinische Studie zum Thema „Amyloid-Positronenemissionstomographie bei Demenz unklarer Ätiologie“ ausgeschrieben. Bewerbungsschluss ist der 12. Januar 2021.

Die Amyloid-Positronenemissionstomographie, kurz Amyloid-PET, ist eine neue Methode zur bildgebenden Diagnostik der Demenz. Mit der Studie sollen Erkenntnisse zur Beantwortung der Frage erlangt werden, ob die aufgrund einer durchgeführten Amyloid-PET-Untersuchung vorgenommenen Diagnose- und Managementänderungen bei Patientinnen und Patienten mit Demenz unklarer Ätiologie zu Vorteilen führen, die auf einen patientenrelevanten Nutzen der Amyloid-PET schließen lassen (Überlegenheitsfragestellung).

Der Nutzen des Einsatzes der Amyloid-Positronenemissionstomographie (Amyloid-PET) bei Patientinnen und Patienten mit Demenz unklarer Ätiologie ist noch nicht hinreichend belegt, die Methode besitzt aber das Potenzial einer erforderlichen Behandlungsalternative. Es sind keine abgeschlossenen oder laufenden Studien bekannt, die grundsätzlich geeignet wären, derzeit oder in naher Zukunft einen Nachweis des Nutzens dieser Methode zu liefern. Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) in seiner Sitzung am 6. Februar 2020 eine Richtlinie zur Erprobung der Methode „Amyloid-Positronenemissionstomographie bei Demenz unklarer Ätiologie“ beschlossen.

Um den G-BA in die Lage zu versetzen, eine abschließende Bewertung des Nutzens der Amyloid-Positronenemissionstomographie (Amyloid-PET) bei Demenz unklarer Ätiologie durchzuführen, sollen im Wege der Erprobung die hierfür nach § 135 Absatz 1 und § 137c des Fünften Buches Sozialgesetzbuch (SGB V) in Verbindung mit den Vorgaben der Verfahrensordnung des G-BA (VerfO) notwendigen Erkenntnisse für die Bewertung des Nutzens der Methode gewonnen werden.

Bewerben können sich unabhängige wissenschaftliche Institutionen, das Angebot muss auf Deutsch erfolgen.

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