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Die „Hot Topics“ der Hirngesundheit: Kongress für Klinische Neurowissenschaften 2026 in Augsburg
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Die „Hot Topics“ der Hirngesundheit: Kongress für Klinische Neurowissenschaften 2026 in Augsburg

Wie intelligent und personalisiert wird die Neuromedizin von morgen? Können Algorithmen neurologische Erkrankungen früher erkennen, Therapien präziser steuern und neue Wege in Prävention und Behandlung eröffnen? Wie verändert die moderne Neurophysiologie bereits heute den klinischen Alltag? Der Kongress der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DGKN) e. V. bietet vom 25. bis 27. Februar in Augsburg einen umfassenden Überblick über aktuelle Innovationen in Hirnforschung und Neuromedizin. www.kongress-dgkn.de.

Terminhinweis für Journalistinnen und Journalisten:

Innovationen für Neuromedizin und Hirngesundheit
Online-Pressekonferenz am Montag, 23. Februar, 10:00-11:00 Uhr,
Anmeldung unter: www.dgkn.de/presse

Der interdisziplinäre Kongress für Klinische Neurowissenschaften richtet sich an Medizinerinnen und Mediziner aus Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie sowie an Fachleute aus Psychologie, Medizintechnik, IT und Ingenieurwissenschaften.

Neuronale Funktion verstehen, erhalten und modulieren
Unter dem Motto „Neuronale Funktion verstehen, erhalten und modulieren“ thematisiert der Kongress, wie neuronale Netzwerke funktionieren, wie sie durch Erkrankungen beeinträchtigt werden und wie sie sich zum Beispiel durch innovative Stimulationsverfahren oder Brain-Computer-Interfaces gezielt erhalten oder beeinflussen lassen. DGKN- und Kongresspräsident Prof. Jan Rémi, stellvertretender Klinikdirektor der Neurologie und Leiter des Epilepsie-Zentrums am LMU Klinikum München, sieht den Kongress mit seiner translationalen und interdisziplinären Ausrichtung als Brücke zwischen Klinik, Praxis und Forschung, damit Patientinnen und Patienten von den sich schnell entwickelnden modernen Technologien profitieren.

Präsidentensymposium: Hirnfunktion und Epilepsie im Fokus

Im international besetzten Präsidentensymposium (Donnerstag, 26. Februar, 11:00-12:30 Uhr) spricht Prof. Jan Rémi darüber, wie die Epilepsieforschung zur Entschlüsselung grundlegender neurophysiologischer Mechanismen des menschlichen Gehirns beiträgt. PD Dr. Marian Galovic (Zürich, Schweiz) präsentiert seine Forschung zur Frage, wie sich Epilepsie auf die Struktur und Funktion des menschlichen Gehirns auswirkt. Prof. Robrecht Raedt (Ghent, Belgien) erklärt, wie sich epileptische Hirnnetzwerke durch Neurostimulation modulieren lassen. Prof. Christoph Baumgartner (Wien, Österreich) präsentiert seine Erkenntnisse zu den Chancen und Grenzen KI-gestützter, automatischer EEG-Analyse in der Epilepsiebehandlung.

Hochkarätige Keynote- und Spotlight-Lectures

Keynote-Lectures renommierter Forschender adressieren wichtige Zukunftsthemen. Dr. Nicolai Franzmeier (München) thematisiert neue Ansätze für eine frühe Alzheimer-Intervention in seinem Vortrag „Neuronale Hyperaktivität: Ein Missing Link zwischen Amyloid und Tau bei der Alzheimer-Krankheit“ (Mittwoch, 25. Februar, 12:45-13:15 Uhr). Prof. Andrea Kühn (Berlin) berichtet von pathophysiologischen Grundlagen und ersten klinischen Erfahrungen mit der adaptiven Hirnstimulation (Mittwoch, 25. Februar, 16:15-16:45 Uhr). Prof. Denis Burdakov (Zürich, Schweiz) beleuchtet die neuronalen Grundlagen des Bewusstseins in seinem Vortrag „The Orexin System – Beyond Narcolepsy“ (Donnerstag, 26. Februar, 16:15-16:45 Uhr). In den Spotlight Lectures werden praxisrelevante Themen pointiert diskutiert wie „Neurosonologie in der Facharztweiterbildung“, „Low Intensity Electrical Stimulation in Research and Treatment“, „Klinische Neurophysiologie in der spezialisierten Weiterbildung zum neuromuskulären Experten“ oder „The Good and the Bad of AI in Clinical Analytics“.

Fachliches Update, interdisziplinärer Austausch und Patientenbeteiligung

Die DGKN-Fortbildungsakademie bietet Expertinnen und Experten 45 zertifizierte Kurse, um sich mit neurophysiologischen Methoden und den schnellen Fortschritten durch Digitalisierung, Big Data und Künstliche Intelligenz vertraut zu machen. Erstmals wird auch das wissenschaftliche Programm durch sechs praxisnahe Fortbildungssymposien erweitert. Das neue Video- und Diagnostikforum (Freitag, 27. Februar, 08:00-09:30 Uhr) bietet mit Videokasuistiken und Aufzeichnungen von neurophysiologischen Untersuchungen ein innovatives Weiterbildungsformat.

Joint Sessions mit der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) (Mittwoch, 25. Februar, 17:00-18:30 Uhr), der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) (Donnerstag, 26. Februar 8:30 – 10:30 Uhr), der Deutschen Gesellschaft für Muskelkranke (DGM) (Freitag, 27. Februar, 13:30-15:00 Uhr) und der Organization for Human Brain Mapping (OHBM) (Freitag, 27. Februar, 13:30-15:00 Uhr) unterstreichen die interdisziplinäre Bedeutung der Klinischen Neurophysiologie.

Im „BrainHack-Hackathon“ am Freitag, 27. Februar, 09:00-16:00 Uhr, arbeiten interdisziplinäre Teams daran, die Integration von großen Datensätzen und modernen Analysemethoden in die neurowissenschaftliche Forschung zu beschleunigen.

In einer Public Lecture am Donnerstag, 26. Februar, 19:00-20:30 Uhr, im Dorint Hotel an der Kongresshalle Augsburg geht es darum, wie Umwelteinflüsse das Risiko von Schlaganfällen, Parkinson oder psychiatrischen Erkrankungen beeinflussen.

Weitere Informationen zum Kongressprogramm und Anmeldung:
www.kongress-dgkn.de