Video: Personalisierte TMS-Therapie

© Mit freundlicher Genehmigung der Messe Düsseldorf/Medica 2020
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Die Gruppe um Professor Ulf Ziemann in Tübingen entwickelt die nächste Generation der Transkraniellen Magnetstimulation für die Schlaganfalltherapie. Kombiniert mit dem EEG, sollen in fünf bis zehn Jahren Multispulen-TMS-Geräte schneller, präziser und damit effektiver therapeutisch stimulieren.

Die Transkranielle Magnetstimulation (TMS) wird bereits seit 30 Jahren zur Förderung des Rehabilitationserfolges von Schlaganfallpatienten eingesetzt. Mit der Standardtherapie ist nicht genau vorherzusehen, welche Effekte eintreten werden. Statt wie bisher nur punktuell mit einer Magnetfeldspule zu stimulieren, sollen mehrere Spulen kombiniert und damit zur Behandlung des gesamten Netzwerksystems eingesetzt werden. Kombiniert mit einem gleichzeitig durchgeführten EEG kann über Echtzeitanalysen die TMS-Therapie individueller auf die Patienten angepasst werden. „Wir wissen: Therapeutische Veränderungen im Gehirn erreichen wir dann am besten, wenn wir ganz bestimmte Zustände des Gehirns stimulieren. Mit AI-Algorithmen soll in Zukunft die Stimulationstherapie von Millisekunde zu Millisekunde neu angepasst werden“, so Prof. Ziemann. Das Projekt ConnectToBrain in Zusammenarbeit mit der Aalto University in Finnland und der University Chieti-Pescara in Italien wird vom Europäischen Forschungsrat mit 10 Millionen Euro gefördert.

Mehr Informationen: www.connecttobrain.eu